DER MEMENTO POLITIKPREIS

Mit dem Memento Preis zeichnen wir besonderes Engagement in den Bereichen Politik, Forschung und Journalismus zu vernachlässigten Gesundheitsbedürfnissen von Menschen in ärmeren Ländern aus. Wir treten dafür ein, dass Menschen weltweit die Gesundheitsversorgung bekommen, die sie benötigen und dies zu bezahlbaren Preisen. Nur so kann das Menschenrecht auf Gesundheit verwirklicht werden.

Alle zwei Jahre wird der Memento Preis in der Kategorie „Politischer Wille“ vergeben. Damit werden Personen ausgezeichnet, die ein politisches Mandat in Parlament oder Ministerium, auf Landes- oder Bundesebene tragen und sich in besonderem Maße dafür eingesetzt haben ein globales Problem anzugehen: Fehlende Forschung – und zu hohe Medikamentenpreise.

Für zahlreiche Krankheiten gibt es keine brauchbaren Impfstoffe, Diagnostika oder Medikamente, obwohl viele Menschen sie dringend benötigen. Vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten wie Lepra, Tuberkulose, aber auch Ebola und die steigende Zahl von Antibiotikaresistenzen sind Beispiele dafür. Wenn es doch Präparate gibt, sind diese wie im Falle von Hepatitis C oder Krebs häufig viel zu teuer. Es sind vernachlässigte Gesundheitsbedürfnisse von Menschen weltweit und gerade in ärmeren Ländern, die davon am stärksten betroffen sind.

Wir freuen uns über Vorschläge zu Personen, die 2020 den Memento Preis in der Kategorie „Politischer Wille“ erhalten sollten, weil sie sich in den vergangenen zwei Jahren (2018/2019) besonders engagiert haben dafür, dass

  • dringend benötigte medizinische Produkte erforscht und entwickelt werden, auch wenn sie keine großen Profite versprechen.
  • Forschung sich stärker an dem tatsächlichen medizinischen Bedarf weltweit ausrichtet.
  • Medizinische Produkte, die teilweise oder vollkommen durch öffentliche Gelder entwickelt wurden, in infrastrukturschwachen Regionen und bei extremen klimatischen Bedingungen brauchbar sind und für alle Menschen bezahlbar und zugänglich.
  • Forschung sich stärker an Kooperation und Kollaboration orientiert und offener Austausch beispielsweise von geistigem Eigentum, Wirkstoffen, Forschungs- und Studienergebnissen, medizinischen Entwicklung beschleunigt wird.
  • die Produkte sowohl in armen als auch in reichen Ländern zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen und unter anderem Preis-Transparenz oder die sogenannten TRIPS-Flexibilitäten gestärkt werden.

Bitte senden Sie Vorschläge mit einer kurzen Erläuterung zu Hintergründen der Empfehlung bis zum 17. November 2019 via E-Mail an bewerbung@memento-preis.de

Bei Rückfragen zur Bewerbung wenden Sie sich gerne an das Memento-Bündnis, ebenfalls unter bewerbung@memento-preis.de

Die Jury in der Kategorie „Politischer Wille“ besteht aus VertreterInnen der Memento Preis-Mitgliedsorganisationen. Sie wird über die eingegangenen Vorschläge beraten. Informationen zum Memento Preis finden Sie unter https://memento-preis.de/.

 

Die PreisträgerInnen

2017
2016
2015
2014